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Das römische Wagenrennen wurde vom Publikum begeistert aufgenommen |
| Fortsetzung Wir beobachteten gebannt, wie mehrere Paare Rheinischer Kaltblüter in gleichmäßigem und sicherem Galopp die Arena umrundeten, während die Reiter im römischen Stil mit gespreizten Beinen auf den Pferderücken standen. Ungewöhnlich war die 'Fahrschul-Quadrille' aus 10 Paaren, in denen das jeweils hintere Pferd unter dem Sattel im versammelten Galopp und das vorausgehende 'Zugpferd' im starken Trab ging und vom Reiter des hinteren Pferdes 'gefahren' wurde. In anderen Vorführungen wurde die Ausdrucksstärke, Leistungsfähigkeit und das Temperament der Hengste gezeigt. Es gab kein Auskeilen oder zurückgelegte Ohren, obwohl die Tiere gerade in den Quadrillen oftmals Körperkontakt hatten. Unter den vielen sehenswerten Dingen befand sich auch das Kutschenhaus - die Remise - eine Sammlung der unterschiedlichsten Wagen. Vom Sulky über eine reichverzierte Kutsche, die eines Königshauses würdig wäre. In weiteren Schaubildern wurden die unterschiedlichsen Anspannungsarten gezeigt: Einspänner, Zweispänner, Tandem, Einhorn, Fünferzug, Random waren nur einige davon. Den Abschluß bildete ein verwickelte Quadrille aus 16 Sulkygespannen die mit einer Mühle abschloß. Die Springquadrille begann mit paarweisem 'einspringen' der Teilnehmer über ein Hindernis am Eingang des Exerzierplatzes. In der Mitte des Platzes war eine ca. 20m breite Hecke in X-Form aufgebaut, über die die Reiter in zweier- und Vierergruppen in alle erdenklichen Richtungen sprangen. Höhepunkt war das 'Einfädeln', wobei die Pferde mit sehr geringem Abstand in den Reihen liefen. Tradition seit Jahrhunderten Die Geschichte der deutschen Landgestüte begann im 18. und 19. Jahrhundert, um den im bäuerlichen Besitz stehenden Stuten bewährten Zuchthengsten zuzuführen. Auf diese Weise sollte die Qualität der Zucht und des Pferdematerials verbessert werden. Damals benötigte man ausschließlich Pferde für Landwirtschaft, Transport und das Militär. Friedrich der Große gründete 1732 das Hauptgestüt Trakehnen in heutigen Polen, das in seiner Bedeutung von den nachfolgenden Regierungen übernommen und bis zum Ende des 2. Weltkrieges erhalten blieb. Das Warendofer Landgestüt wurde 1826 gegründet. Zuchtziel waren damals gesunde, kräftige und ausdauernde Pferde, die leicht zu handhaben sein sollten. Gerade beim Militär wurden Pferde verlangt, die gut reitbar und im Krieg auch als Zugtiere in unterschiedlichem Gelände einzusetzen waren. Die meisten Bauern hatten damals wie auch vereinzelt heute noch zwei bis drei Zuchtstuten, die auch zur Arbeit eigesetzt wurden. Auch heute sind die Höfe oftmals seit über 200 Jahren im Familienbesitz. Heutzutage ist der Bedarf an Arbeits- und Militärpferden bedeutungslos. Daher haben sich die Züchter zunehmend auf die Zucht von Sportpferden verlegt. Mittlerweile gibt es sowohl Vollblüter als auch Araber, Anglo-Araber und andere Warmbluthengste im offenen Zuchtsystem. Hier besann man sich auf die Weiterführung der Zuchtstatistiken aus der Vergangenheit. Die Einführung von rigorosen Kontrollen und Leistungstests nach 100 Tagen und 11 Monaten und das System der Landgestüte, die die Crème der Beschäler beherbergen, sichern auch heute die Qualität der Warmblüter. wird forgesetzt |
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